Wie sag‘ ich es meiner Mutter

Mit am Schwierigsten ist wohl der Part, der eigenen Mutter oder dem eigenen Vater mitzuteilen, dass sie/er, nach Meinung der Eltern ihren Enkel/ihre Enkelin zu sehr verwöhnt oder ihnen das zuteil werden lässt, was das Kind zu Hause nicht bekommt. Beispielsweise Süßigkeiten vor dem Abendessen. Oftmals ein Tanz auf dem Vulkan wobei die Wogen hohe Wellen schlagen und sich die Familie einer harten Bewährungsprobe gegenüber sieht.

Hindernis Nr. 1

Um nicht in die Falle dieser Konfliktsituationen zu tappen wäre folgendes Beispiel einer intensiven Betrachtungsweise zu unterziehen.  Zum einen meinen es Großeltern nie schlecht mit ihren Enkeln, sie vergegenwärtigen sich oftmals nur nicht, dass die Zeit vorangeschritten und heute neue, andere Regeln gelten als noch zu ihrer Zeit, als sie selbst Eltern waren. Speziell hierauf sollte man seine Aufmerksamkeit lenken um eine Brücke hin zu einer Einsicht zu bauen, die für beide Seiten tragbar erscheint.

Hindernis Nr. 2

Uneinsichtigkeit ist für dieses Unterfangen, aufeinander zuzugehen und in ruhigem Ton eine Aussprache herbeizuführen nicht gerade förderlich. Manche Großeltern sind auch nach über dreißig Jahren einem gewissen „Nistprozess“ unterlegen und meinen, alles richtig zu machen. Hier ist absolutes Feingefühl von beiden Parteien gefordert, möchte man kein Auseinanderdriften der Familie herbeiführen.

Großeltern setzen oftmals starke Impulse für den Werdegang ihrer Enkel und Enkelinnen, nur die Uneinsichtigkeit der Großeltern sollte nicht unbedingt dazugehören. Aufeinander hören, aufeinander zugehen, auch einmal zurückstecken ist hier oftmals der bessere Weg als auf der ureigene Meinung zu beharren.

Hindernis Nr. 3

Familientraditionen sind oftmals förderlich, oftmals aber auch ein Hindernis auf dem Weg die eigene Tochter, den eigenen Sohn ganz freizugeben. Hier fällt es besonders schwer der Mutter mitzuteilen was einem auf der Seele brennt, schließlich ist es immer so gewesen und warum es nun plötzlich ändern.

Wenn beispielsweise die Familientradition besagt, dass alle gemeinsam frühstücken, Weihnachten, Ostern oder Pfingsten zusammen gefeiert wird obwohl der Familienverbund dies aufgrund der Entfernung vielleicht gar nicht mehr hergibt, wird all dies zu einem Problem.

Zu den Festtagen wird dann geschenkt was das Portemonaie hergibt ohne auch nur einmal darüber nachzudenken, ob es nicht zuviel des Guten ist. Hier ist es dann hohe Zeit eine Linie zu ziehen. Zwar sollte man dabei berücksichtigen dass Großeltern oftmals dupiert reagieren, doch was gesagt werden muss, das muss eben raus. Einmal ausgesprochen, wird es oftmals von den Großeltern hinterfragt und es stellt sich dabei heraus, dass die Eltern des Kindes gar nicht so falsch lagen.

Ein Miteinander, ohne Stressmomente herbeizuführen ist ein hehres Ziel, doch oft lohnt es sich offen und ehrlich aufeinander zuzugehen und sperrige Themen in Ruhe zu besprechen. Es sollte möglich sein offen und ehrlich zugeben zu können, auch mit einer Situation klarzukommen. Wird darüber in Ruhe gesprochen, so wird auch der Oma/dem Opa klar, dass er so Manches zum Wohl seines Enkelkindes überdenken sollte. Eltern und Großeltern gemeinsam bilden ein starkes Team und das sollte bei allen kontroversen Diskursen in den Vordergrund gestellt werden.

 

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