Der erste Kindergeburtstag mit Kinderbesuch

Der erste Kindergeburtstag ist ein grundlegendes Ereignis im Leben eines Kindes und sollte gebührend gefeiert werden.

Doch wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um dieses ›Wagnis‹ Kindergeburtstag zu starten, was muss dabei alles bedacht werden? Sind Räumlichkeiten vorhanden, in welchem sich die Kinder austoben können? Dies alles gilt es zu analysieren, bevor das Abenteuer Kindergeburtstag starten kann.

Kindergeburtstage mit kleinen Gästen werden heutzutage immer früher gefeiert, doch vor dem dritten Geburtstag sollte man diese Challenge nicht ansteuern, das Kind selbst ist damit überfordert und die Eltern ebenfalls.

Nichts geht über eine gesunde Planung

Hier läuft nichts ohne eine gesunde Planung. Am besten funktioniert dies, indem man eine To-Do-Liste anfertigt und herausfiltert, was wichtig und nicht so wichtig ist.

Einladungskarten sind beispielsweise das Erste was verschickt werden muss. Hier sollte in etwa der Radius vorgezeichnet sein in welchem das Event stattfindet, beispielsweise ca. 15.00 bis 18.00 Uhr. Eine altersgerechte Karte mit einem witzigen Spruch oder einem kleinen ›Leckerbissen‹ was die kleinen Racker erwartet, kommt positiv daher.

Ist die Gestaltung der Einladungskarten in trockenen Tüchern, sollte man sich Gedanken über den Veranstaltungsort machen. Hier kann durchaus der Garten das Spielparadies der Wahl sein, viele Indoorspielplätze bieten Kinderpartys an, hier wird in den allermeisten Fällen das Catering auch übernommen, sodass die Kuchenbackerei sowie diverse Bespaßungen wie Sack hüpfen, Ball spielen oder Eier laufen entfallen.

Die Kinder von heute erwarten, bedingt durch Kita und eigenem Know-How schon etwas. Plant man jedoch alles sehr exakt durch, so sollte es keine Überraschungen geben.

Die Mischung macht’s

Folgendes bleibt festzuhalten: Kinder lieben es, bespaßt zu werden. In diesem Alter (drei bis vier Jahre) brauchen sie aber auch noch eine altersgerechte Anleitung, ansonsten entsteht oftmals Langeweile. Sind die Geschenke erst einmal ausgepackt, entsteht oftmals auch ein Hickhack darum, wer zuerst mit welchem Spielzeug spielen darf. All das kann man umgehen, wenn man sich professionelle Hilfe holt – zum Beispiel ist hier ein Kinderclown nicht die schlechteste Wahl, die Kinder werden unterhalten und gefordert und schnell ist eine Stunde vergangen. Auch ein Puppentheater ist oftmals schön, hier können Opa und Oma aktiv werden und eine Geschichte erzählen die die Kinder in ihren Bann zieht. Immer mehr Eltern ziehen auch Orte wie einen Indoorspielplatz heran. Hier können sich die Kids dermaßen auspowern dass sich späterhin nicht die Frage stellen wird ob der Kindergeburtstag ein voller Erfolg gewesen ist. Nicht unerheblich ist auch die Entlastung der Eltern zu bewerten, welche sich intensiver mit den Geburtstagsgästen beschäftigen können.

Bei alldem ist darauf zu achten, dass gemischtes Publikum zum Geburtstag erscheint. Man sollte nicht nur Jungen oder Mädchen einladen, das geht meistens nicht gut. Auch hier gilt: Die Mischung machst.

Hilfe erbitten

Gemeinsam ist man stark – deshalb wäre es förderlich um einen guten Ablauf des Geburtstagsfestes zu garantieren, wenn man Hilfe erbittet. Dies kann durchaus die Oma sein, die Nachbarin oder auch zwei bis drei Personen, die die Eltern (denn das wird unweigerlich der Fall sein) mit Kaffee und Kuchen versuchen, währenddessen die kleinen Geburtstagsgäste erst einmal die Geschenke begutachten. Danach wird meist auch hier erst mal Kakao und Kekse oder Kuchen zu sich genommen – und dann geht die Party los.

Und die Frage steht im Raum: Was tun, damit die Kinder sich nicht langweilen.

Hier einige Tipps:

  • Sack hüpfen (immer noch ein sehr beliebtes Spiel).
  • Topf schlagen.
  • Wer schießt die meisten Tore (es muss nicht unbedingt ein Fußballtor vorhanden sein, Steine oder ein einfaches Seil tun es auch).
  • Eier laufen (möglichst Kunststoff-Eier nehmen) – ein herrlicher Spaß!
  • Wer gewinnt das Rennen mit dem Bobby-Car (zwei Bobby-Car’s fahren mit ihren Fahrer/innen um die Wette? Wer da wohl der Schnellste ist – es winkt eine Belohnung in Form von einem kleinen Pixi-Buch.
  • Ich sehe was, was du nicht siehst (auch hier liegt es an den Eltern selbst, wie lange das Spiel gedehnt werden kann. Ist die Stimmung gut, kommt man allemal auf eine halbe Stunde.).
  • Monster malen (Hierzu bedarf es Malkreide, welche für den Außengebrauch geeignet ist). Wer malt das schönste und gruseligste Monster?
  • Wer kennt die meisten Wörter (warum nicht bei einem Geburtstag zwischendurch etwas für die Bildung tun). Malen Sie entsprechende Postkarten und zeigen Sie diese herum, Kindern macht es Spaß, gefordert zu werden und dieses Spiel bringt oftmals etwas Ruhe hinein, sollte die Stimmung bereits am überkochen sein.

Kindergeburtstage im Winter

Eine wahre Herausforderung bei einer 3-Zimmer-Wohnung, und einer vierköpfigen Familie. Hier sollte man sich vielleicht mit dem Gedanken anfreunden, zum Schwimmen zu gehen. Ist dies zu langweilig wäre ein Besuch in einem Museum eine Alternative, dieses sollte allerdings über eine sehr gute Naturkundeabteilung verfügen, so etwas begeistert die Kleinen immer wieder.

Sind die Kinder wetterfest angezogen, wäre auch ein Besuch im Zoo denkbar (in vielen Zoo’s wird heutzutage ein sogenannter Winterzoo mit Rutschbahn, Eislaufen und Schneebällen-Weitwurf angeboten).

Wird sich letztlich doch für die gute alte Variante der klassischen Geburtstagsfeier entschieden, sollte Folgendes berücksichtigt werden: Es sollten nur so viele Kinder eingeladen werden, wie das Geburtstagskind als wird. Hiermit wird eine gute Voraussetzung geschaffen, damit das Ganze nicht aus dem Ruder gerät. Zu viele Geburtstagsgäste überfordern das Kind und die Eltern ganz gewiss auch.

Was gibt’s zu essen?

Dies ist gar nicht so einfach, wie es sich im ersten Moment anhört. Viele Kinder leben heute bereits vegan oder sind zumindest Vegetarier. Es ist also gar nicht so einfach das Thema Essen, selbst das Kuchenbüffet anzurichten verlangt einem einiges ab.

Sind Eier enthalten, hat jemand eine Mehlallergie oder verzichten die Eltern auf all das? Wie sieht es aus mit einer Nussallergie – Fragen über Fragen. All diese Wenn und Aber kann man nicht abdecken. Am besten man orientiert sich an folgender, mittlerweile gültigen Faustregel.

Ein Kuchen aus Vollkornmehl (sehr gut vom Bio-Bäcker) ist eine gute Wahl, man kann ein paar Kekse aus der Vollkorn-Bäckerei dazunehmen, aber auf eine kleine Torte sollte man nicht trotz allem nicht verzichten.

Auch hier macht es wiederum die Mischung aus vielen kleinen Leckerbissen, und so manches Kind isst vielleicht das erste Mal vegan. Dazu sollte man Kakao, ein veganes Getränk und Wasser reichen, denn viele Eltern achten heute auf gesunde Ernährung.

Heutzutage bleiben die Kinder oftmals noch auf eine Bratwurst zum Abendessen und wiederum stellt sich die Frage: Was darf es sein?

Hier ist die Auswahl zwar wesentlich breiter gestreut als bei Backwaren, doch einfach wird es auch nicht: Es gibt mittlerweile so viel Wurstsorten (Tofuwurst, vegane Wurst, etc. ) das man oftmals ins Schwitzen gerät. Schließlich sollen die kleinen Gäste ja auch befriedigt nach Hause gehen. Faustregel hier: Einfach zwei Sorten Wurst anbieten – die gute alte Bratwurst, dazu ein veganes Produkt (kleinere Portionen wählen!). Den Kindern wird beides schmecken und die Elternpaare sind auch zufrieden gestellt. Mehr Aufwand sollte nicht betrieben werden.

Ein Kindergeburtstag stresst allein schon ungemein, da sollte man nicht zwingend für jeden Geburtstagsgast das geeignete Lebensmittel parat haben. Möchte das Kind oder das Elternpaar nichts essen, auch gut und man geht über zur Verabschiedung.

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft

Gegen 18.00 Uhr sollte ein Kindergeburtstag spätestens beendet sein. Kinder in diesem Alter brauchen eine gewisse Abschaltphase bevor sie bettfertig gemacht werden können.

Bevor der kleine Gast verabschiedet wird, hat es sich eingebürgert ein kleines Geschenk mit auf den Weg zu geben. Dies kann ein kleines Büchlein sein oder ein kleines Tier (z. B. Dinosaurier oder eine kleine Maus), es gibt auch niedliche kleine Spiele, die nicht viel kosten, oder man greift zu den guten alten Dauerlutschern – hier hat noch kein Kind nein gesagt. Auch die Eltern würden sich wohl nicht die Blöße geben, in diesem Moment den Zuckergehalt des Lutschers hochzurechnen.

Ist dies geschafft, gilt es erst einmal durchzuatmen.

Das haben wir prima hinbekommen

Sind die vielen kleinen und mittleren Katastrophen alle beseitigt worden, wird man nicht ohne Stolz sagen: Das Auftaktmatch ist doch prima gelaufen, der nächste Geburtstag sollte keine Probleme bereiten. Vielleicht, vielleicht auch nicht.

Doch dieser Geburtstag noch einmal in der Kurzvariante:

  • Rechtzeitige Planung ist wichtig.
  • Wo, wie was? Wo soll der Geburtstag stattfinden, wie soll er ausgestattet werden, was sollen für Spiele gespielt werden.
  • Möglichst nichts dem Zufall überlassen, meist kommt es sowieso anders gedacht als geplant.
  • Mehrere Variationen bereit halten, sollte das Wetter nicht mitspielen.
  • Drinnen wie draußen – möglichst Spiele spielen, die die Kindern fordern.
  • Bieten Sie Früchte und Säfte an – wird gerade in den warmen Monaten von den kleinen Gästen bevorzugt.
  • Nachfragen wer unter den Gästen Veganer und wer Vegetarier ist – dies kommt übrigens auch bei den Elternpaaren sehr gut an.
  • Nicht zu viel süße Getränke anbieten.
  • Kuchen oder Gebäck in zwei Variationen vorbereiten (Vegan, Vollkorn).
  • Bratwurst schmeckt lecker – doch ebenso die vegane Variante bzw. die mittlerweile gut eingebürgerte Tofu-Wurst.
  • Kinder nicht überfordern – möchten diese nicht in die Süßigkeitendose hineinfassen, gilt es das zu akzeptieren.

Und noch eines ist bei dem ersten Kindergeburtstag von Wichtigkeit. Ein möglichst pünktliches Zubettgehen ist für alle ein guter Abschluss des Tages. Auch die Geburtstagsgäste werden vielleicht dankbar dafür sein – ein übermüdetes bzw. aufgedrehtes Kind kommt eben nicht zur Ruhe.  Vieles wird einfacher dadurch, wenn man einen punktgenauen Abschluss dieser kleinen Feier anstrebt.

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